Trotzphase bei Kindern – Wie Eltern damit umgehen sollten

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Wenn unsere Kleinsten der Gesellschaft allmählich aus der Baby-Kleinkindphase herauswachsen, so kann bei so ziemlich jedem Kind davon ausgegangen werden, dass es seine sogenannte „Trotzphase“ in seinen frühesten Jahren entwickeln wird. Das Natürlichste der Welt. Urplötzlich beginnt es in den verschiedensten Lebenslagen zu rebellieren, seine Grenzen auszutesten und trotzig zu reagieren.

Ganz gleich, ob es beim wöchentlichen Einkauf sein Überraschungsei nicht bekommt oder auf dem Spielplatz ganz plötzlich die Fassung verliert, wenn es allmählich Zeit für den Heimweg ist. Die Momente variieren, für die Eltern beginnt eine lange Zeit erheblicher Geduldsproben. Nun sind erst einmal Nerven aus Drahtseilen angebracht.

Schlimmste Trotzphase zwischen 2 und 5 Jahren im Schnitt

Die durchschnittliche Altersspanne der gefürchteten Trotzphase beläuft sich etwa zwischen dem 2 und dem 5 Lebensjahr. Das Kind macht in jenem Alter einen wichtigen Schritt in der Entwicklung, lernt ungemein viel Neues dazu. Sehr viel Input für so ein kleines Kinderköpfchen. Wen wundert es da, dass es in jenen wichtigen Jahren seiner Entwicklung auch seine persönlichen Grenzen austestet um zu entdecken, wie weit es denn gehen kann? Alles muss ja schließlich einmal versucht werden.

In diesem Punkt ist es sehr wichtig, dass die Eltern (und auch andere Bezugspersonen) konsequent und wissentlich an die Situation herangehen, um das Kind bezüglich seiner zukünftigen Entwicklung nicht unnötig zu schädigen. Jene Phase ist nervig und strapazierend, keine Frage. Allerdings ist es sehr wichtig den Kleinsten frühzeitig aufzuzeigen, wo die Grenzen liegen.

Immer Ja und Amen sagen ist der falsche Weg, wenn auch in vielen Situationen der Einfachste, um sich Geschrei und Blamagen zu ersparen und einfach nur seine Ruhe zu haben. Gibt man immer nur nach, so lernt das Kind nicht frühzeitig genug, dass es im Leben gewisse Regeln zu befolgen gibt, an die man sich einfach halten muss. Ein Leben lang, nicht nur im rebellischen Trotzalter.

Streng, aber in Maßen

Andernfalls darf man aber auch nicht zu streng agieren und muss das nötige Verständnis bewahren. Kein unschuldiges Kind tut etwas aus böser Absicht heraus, nur um die Eltern bewusst zu ärgern oder gar bloß zu stellen. Es testet einfach neue Grenzen aus. Wir alle haben dies früher getan, es ist die natürlichste Sache der Welt.

Eine gewisse Strenge und Konsequenz sind von Nöten, allerdings darf das Kind auch nicht unter seinem persönlichen Verhalten zu leiden haben. Schon gar nicht mit Ohrfeigen, Drohungen oder Ähnlichem. Dies führt wiederum ins andere Negativ, ihr Selbstwertgefühl und ihre Seelen könnten unter diesen Umständen ein ganzes Leben lang zu leiden haben.

Wie Eltern ruhig und gelassen bleiben können

Auch wenn es die Situation nicht immer ermöglicht (ganz besonders meist dann nicht, wenn fremde Leute anwesend sind wie im Supermarkt oder auf dem Spielplatz) mit der nötigen Ruhe zu agieren, so ist es wichtig, dem kleinen Quälgeist in Schach zu halten und ihm auf vernünftigem Wege zu verdeutlichen, dass sein trotziges Verhalten zu keinem positiven Ergebnis führen wird.

Wie man das psychologisch und langfristig am besten anstellt, ist von Familie zu Familie individuell und muss auf persönlichem Wege herausgefunden werden. Von genereller Bedeutung ist aber für alle Eltern eines: Strenge bewahren aber trotzdem verständnisvoll bleiben und selbst Haltung bewahren!

 

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