Tragen statt schieben: Flexibel unterwegs mit einer Babytrage

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Das Liebste ganz nah bei sich: Ein Menschenkind ist ein Tragling, der instinktiv die Nähe zu seinen Bezugspersonen sucht. Das Tragen beruhigt das Baby, es fühlt sich sicher und geborgen. Auch für die Eltern ist es ein gutes Gefühl, ihr Kind am Körper zu spüren, es atmen zu fühlen und schützen zu können.

Wird das Baby aktiver und neugieriger, hat es aus der Tragehilfe einen optimalen Ausblick. In vielen alltäglichen Situationen ist die Verwendung einer Babytrage praktischer als das Schieben eines Kinderwagens: in engen Aufzügen und auf Rolltreppen, im öffentlich Nahverkehr, auch in der Natur in unebenem Gelände.

Zu Hause haben Mama und Papa die Hände frei, während das Baby sich bequem ankuscheln und bei allem dabei sein kann. Ist das Kind einmal älter und legt schon die meisten Strecken zu Fuß zurück, kann eine Tragehilfe einfach aus der Tasche gezaubert werden, falls die Beine müde werden.

Die richtige Sitzposition

In einer Babytrage, ganz unabhängig vom Modell, sollte das Kind immer in Richtung des Tragenden blicken – getragen wird also Bauch an Bauch oder Kinderbauch an Elternrücken, wenn das Kind schon älter ist.
Frontal an Mama oder Papa geschmiegt, kann das Baby in der richtigen Haltung getragen werden: der Anhock-Spreiz-Haltung.

Das bedeutet, dass die Beine des Kindes eine M-Form bilden, also in einer breitbeinigen Hockstellung die Knie etwas höher sind als der Po. Diese Haltung ist in allen empfehlenswerten Babytragen möglich, beim Tragen vor dem Bauch ebenso wie auf dem Rücken.

Ein kleines Baby wird höher geschnallt als ein Kleinkind. Die optimale Tragehöhe vor dem Körper ist die „Kopfkusshöhe“, also der Kopf des Kindes knapp unter dem Kinn des Tragenden.

Welche Tragehilfen gibt es?

Neben dem klassischen Tragetuch gibt es zahlreiche Varianten von sogenannten Komforttragen, deren Verwendung viele Eltern als unkomplizierter wahrnehmen. Die beliebtesten Modelle gehören zur Gattung Full-Buckle, also komplett mit Schnallen zu verschließen, und Half-Buckle, also um die Hüfte mit einer Schnalle zu verschließen und über die Schultern zu binden:

  • Full-Buckles sind beispielsweise Manduca, Buzzidil oder emeibaby
  • Half-Buckles sind beispielsweise Fräulein Hübsch, Bondolino oder MySol

Daneben gibt es noch unzählige andere Varianten, beispielsweise den Ring-Sling, mit dem das Kind auf der Hüfte getragen werden kann, oder den Onbuhimo, eine Rückentrage, die sich auch für Schwangere eignet, da sie ohne Bauchgurt auskommt. Weitere Informationen findet man auf Babytragen-Test.de.

Tragetipps für Sommer und Winter

Im Sommer ist es wichtig, das Baby vor der UV-Strahlung zu schützen. Dafür eignen sich ein Sonnenhut mit Nackenschutz sowie spezielle Beinstulpen, die auch mit UV-Schutz erhältlich sind. Im Winter sind Tragejacken besonders praktisch: Das Kind kann in seiner Hauskleidung in der Tragehilfe sitzen und optimal von Mamas oder Papas Körperwärme profitieren, während die Jacke beide warm umhüllt.

Alternativ sind auch Tragecover erhältlich. In jedem Fall müssen die Füße des Babys gut vor der Kälte geschützt werden. Schühchen aus Wollfleece leisten hier gute Dienste.

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