Schaukeltiere – Geliebte Spielzeuge von Anfang an

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Schaukeln beruhigt und regt die Fantasie an. Deshalb werden Schaukelmöbel seit Jahrtausenden von Eltern für die Entwicklung ihrer Kinder verwendet. Allerdings gibt es inzwischen mehr als Stubenwiege und Schaukelpferd: Schaukeltiere als Biene, Dino oder Elefant.

Schaukeltiere und ihre historischen Vorbilder

Die Babywiege war die älteste Erfindung, um Babys zu beruhigen. Später kamen Menschen auf die Idee, dass jede Form der Bewegung förderlich für Ruhe und Entwicklung der Kleinstkinder sei. Räder ersetzten die Kufen, geflochtene Körbe die Holzbettchen. Dabei veränderte sich der Umgang mit Babys. Sie wurden nicht mehr in den ersten Lebensmonaten in der Stube betreut, sondern nun auch im Freien bequem transportiert.

Zu den jüngeren Erfindungen gehört auch das Schaukelpferd, auf dem sich seit vielen Generationen Kinder austoben. Es lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und ist seitdem Spielzeug und Kunstobjekt zugleich. Im modernen Zeitalter der Kindererziehung sind Schaukeltiere in allen Varianten aus den Kinderzimmern kaum noch wegzudenken.

Deren Form verändert sich allerdings mit zunehmendem Einfluss von TV und Comics. Statt auf einem Pferd sitzen die Kinder nun auch auf Hase, Hund oder Löwe, einer Schaukelbiene oder gar einem Schaukeldrachen.

Motorische Vorteile von Schaukeltieren

Schon früh stärkt das Sitzen auf einem Schaukeltier motorische Fähigkeiten. Babys, Kleinst- und Kleinkinder erlernen Balance und Bewegung, indem sie das Schaukeltempo beeinflussen und sich dabei gut festhalten. Das Zusammenspiel aus Fühlen, Greifen und Bewegen fördert gleichzeitig die Verknüpfung wichtiger Hirnareale. Nicht zuletzt ist die Schaukelbewegung beruhigend, was in Stresssituationen oder gegen babyübliche Schmerzen (z. B. beim Zahnen) hilft.

Kinder, die schon früh ein Schaukeltier benutzen, probieren schnell andere Bewegungsabläufe aus. Die bereits erlernte Balance hilft dabei und stärkt gleichzeitig das Selbstbewusstsein. Nicht zu unterschätzen ist auch der emotionale Mehrwert eines Schaukeltieres. Wie ihre historischen Vorläufer werden moderne Schaukeltiere mindestens von den Großeltern an die Enkel, häufig in jeder Generation weitergegeben.

Fantasievolles Spiel mit Schaukeltieren

Das Sitzen und Schaukeln auf einem Schaukeltier hat auch mentale Vorteile. Denn beim Spiel wird die eigene Fantasie der Kinder angeregt. Sie lassen sich nicht vom Fernseher unterhalten, sondern „spielen Film“ im eigenen Kopf. Gesehene Sendungen werden so mit den Kindern in der Hauptrolle nachgespielt. Oder es entsteht eine ganz eigene Fantasiereise.

Diese fördert gleichzeitig die geistige Entwicklung. Denn Menschen mit Fantasie haben bekannterweise auch eine große Portion Erfindergeist. Im späteren Leben wirkt also die frühe Beschäftigung mit einem Schaukeltier ständig nach.

Fazit

Das Spiel mit Schaukeltieren fördert die Entwicklung von Kindern schon ab dem Babyalter. Überhaupt nutzen Eltern seit Jahrtausenden Schaukeln und Wiegen als Methode der Beruhigung und Beschäftigung. Moderne Schaukeltiere sind aber weit mehr als Pferde. Nun erobern auch Schaukelraupe oder Schaukeltiger, Schaukelmotorrad oder Schaukel-Einhörner den Lieblingsplatz im Kinderzimmer.

Bildrechte: © fotolia.com – oksix

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