Achtung, Pubertät: Wie Eltern am Besten mit ihren Teenagern umgehen

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Sie testen die Grenzen aus und lassen sich kaum bis gar nichts sagen. So könnte man auch die Pubertät beschreiben. Doch nicht alle Jugendliche verhalten sich so. Die meisten erleben diese Phase ohne größere Krisen. Was aber wenn mein Kind plötzlich ein richtiger Dickkopf geworden ist? Wie sollten wir als Eltern auf rebellische Teenager reagieren?

Was im Inneren passiert

Es ist wichtig zu verstehen, was in dieser Zeit im Körper unserer Kinder vor sich geht. Zwischen dem elften und dem 25.Lebensjahr wird das Gehirn sozusagen wie neu gestartet. Es verändern sich nicht nur die einzelnen Bauteile des Gehirns, sondern die bereits ausgebildeten Nervenfaserverbindungen. Wir könnten das mit dem Ausmisten der Spielzeuge eines Kinderzimmers vergleichen.

Unnötige und inzwischen veraltete Spielwaren werden entfernt und es bleibt nur das Notwendige zurück. So ist es auch im Gehirn. Kinder denken vor allem Schwarz-Weiß. Aber in der Jugendzeit ändert sich das und die Jugendlichen beginnen schon Grauzonen zu erfassen. Dies ist unerlässlich für das abstrakte Denken, welches jungen Menschen hilft, gut zu urteilen und zu entscheiden.

Der Grund für die Rebellion

Zu Krisen kommt es dann, wenn es kein Gleichgewicht zwischen der heiß gewünschten Autonomie der Jugendlichen und zur selben Zeit der elterlichen Präsenz, gibt. Teenager brauchen ihre Eltern! Auch wenn sie es nicht zugeben würden. Sind Eltern nicht für ihre Kinder in dieser Zeit da, suchen sie Schutz, Rat und Anerkennung bei Gleichaltrigen. Zeit ist also hier das höchste Gut! Auch wenn Vater und Mutter viel zu tun haben, gibt es nichts wichtigeres als seinen Schösslingen Zeit zu schenken.

Wie kann ich mit meinen Kindern im Gespräch bleiben?

Eine gute Möglichkeit ist es, wenigstens einmal am Tag als Familie gemeinsam zu Essen. Dabei ergeben sich lockere Gespräche und der Teenager spricht leichter über seine Gedanken und Empfindungen. Gelassenheit und Geduld sind hier sehr wichtig, denn öfters werden Fragen der Eltern mit einer genervten Reaktion abgetan. Trotzdem ist es wichtig Interesse zu zeigen.

Was bewegt mein Kind? Welche Ziele verfolgt es? Was macht ihm Freude? Für Jugendliche ist es von Bedeutung, Rückhalt von der Familie zu bekommen und sich geliebt zu fühlen. Auch wenn ihre Freunde mehr und mehr ihre Ansprechpartner werden.

Flexibilität und Zuhören

Will man als Elternteil seine Hausregeln auf Biegen und Brechen durchsetzen und erklärt dem Jugendlichen nicht die Gründe, dann finden die Teenager bestimmt einen anderen Weg. Man erzählt den Eltern einfach was sie hören wollen; sind die Eltern außer Sicht, wird es dann ganz anders gemacht. Deswegen ist Flexibilität und Vernünftigkeit gefragt.

Am Besten mit seinem Kind über die Regeln sprechen, ihm das Warum und Wieso erklären. Wenn der Jugendliche sich dann äußert, nicht Unterbrechen und gut Zuhören. So kann man am Leichtesten ein Lösung finden, mit der beide Seiten leben können.

Tipps für ein harmonisches Miteinander

  • Teile die Vorlieben deines Teenagers: Liebt er Sport, begleite ihn zum Fußballspiel
  • Suche Gelegenheiten ihn zu Loben: Lob motiviert!
  • Gib deinem Schössling eine Aufgabe, dadurch fühlt er sich gebraucht. Zum Beispiel:
    Arbeiten im Haus oder Garten erledigen, bei der Planung des Urlaubs mitzuhelfen
  • Kenne sein Umfeld. Mit wem trifft er sich? Wer sind seine Freunde?
  • Bleib cool! Auch in schwierigen Situationen nicht gleich aus der Haut fahren. Ruhig
    bleiben, durchatmen, zuhören. Interesse zeigen und sich in den anderen hineinversetzen
  • Hilf deinem Jugendlichen selbst Lösungen zu finden. Das hilft dem Kind abstraktes Denken
    zu trainieren und zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenen heranzureifen
  • Zeit! Verbringt Zeit miteinander, zum Beispiel gemeinsam Kochen. Gemeinsame Ziele und
    Tätigkeiten verbinden einander

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