Motto zur Erstkommunion – Weinstock & Reben

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Die Erstkommunion gehört wie die Taufe und die Firmung zu den Sakramenten, die für die Christwerdung und Aufnahme in die christliche Gemeinschaft notwendig sind. In der Eucharestie erhält das getaufte Kind erstmals den „Leib Christi“ in Form des Brotes und wird damit Teil der Communio, der christlichen Tischgemeinschaft. Die Kommunion wird im Alter der Kinder von acht bis neun Jahren durchgeführt, wenn diese schon in der Lage sind deren Sinn zu verstehen.

Motto zur Erstkommunion – „Ich bin der Weinstock“

Im Rahmen der Vorbereitungen und Feierlichkeiten zur Erstkommunion steht immer ein bestimmtes Thema zum Inhalt. Sehr gern wird das Motto Der Weinstock genommen.  Das Bibelzitat: „Ich bin der Weinstock-ihr seid die Reben“ stammt aus dem Johannesevangelium. Jesus hat oft Gleichnisse verwendet um den Menschen etwas zu erklären. Er sei der Weinstock und seine Jünger die Reben. Die Reben können nur gedeihen und wachsen wenn sie zusammen sind. Es muss eine starke Verbindung zwischen beiden geben.

Warum ein Weinstock?

Der Weinstock hat seine Wurzeln fest in der Erde, so wie Jesus Glauben an Gott stark und unverrückbar ist.
So machen sich jedes Jahr aufs neue Kinder auf den Weg zur heiligen Kommunion, wie der Weinstock jedes Jahr neue frische Blätter bekommt. Der Weinstock ist also ein wichtiges Symbol für die Verbindung der Erstkommunikanten und Gott.

Der Kommunionunterricht

Bevor die Kinder das erste Mal zur Kommunion gehen dürfen, müssen sie einige Monate lang den Kommunionunterricht besuchen, um auf das bedeutende Ereignis vorbereitet zu werden. Der Unterricht beginnt meist im Herbst in der zuständigen Pfarre, die Kommunionen selbst findet traditionell am ersten Sonntag nach Ostern (Weißer Sonntag) oder in den darauffolgenden Wochen statt.

Der Grund für die lange Vorbereitungszeit, der Katechese, ist schlicht der, dass sich die Kinder in der Pfarre eingewöhnen und wohlfühlen sollen und ein Teil der Pfarrgemeinschaft werden. Die Kinder werden dabei in artgerechter Weise auch auf das vor der Erstkommunion notwendige erste Beichtgespräch vorbereitet.

Geleitet werden die Vorbereitungsstunden meist von ehrenamtlichen Kirchenmitgliedern, den sogenannten Kommunionmüttern oder Kommunionvätern. In spielerischer Weise wird den Kindern die Lebensführung nach den zehn Geboten und die Bedeutung der Sakramente nähergebracht. Im Kommunionunterricht wird aber auch gesungen, gespielt und Spaß gemacht.

Die Erstkommunion – Motto Weinstock

Die erste heilige Kommunion ist für die Kinder und ihre Familien ein großes Fest. Zur Feier gehört auch eine Erstkommunionkerze mit typischen Symbolen wie einen Kelch mit Brot und Weinreben als Erinnerung an Jesu letztes Abendmahl, einem Regenbogen, der die Menschen mit Gott verbindet oder Wasser und Taube, als Zeichen der Taufe. Die Kerze wird während des Gottesdienstes angezündet und verbleibt dann dem Kind zur Erinnerung an diesen Tag.

Die Kinder sind zu ihrer ersten Kommunion festlich gekleidet. Früher trugen die Kommunikanten dabei lange weiße Taufgewänder, die sogenannten Alben. Dieser Brauch hat sich insoweit erhalten, als die Mädchen heute noch zur Kommunion weiße Kleider und einen weißen Blumenschmuck im Haar tragen. Für die Jungen sollte ein dunkler, festlicher Anzug gewählt werden. Manche Pfarren sind dazu übergegangen, einheitliche Kommuniongewänder vorzuschreiben, um dem Konkurrenzkampf um die schönste Kommunionausstattung eine Absage zu erteilen.

Nach dem Erstkommunionsgottesdienst, bei dem die Kinder das erste Mal die Hostie empfangen, gehen die Familien mit ihren Kindern traditionell essen oder feiern zu Hause. Meist erhalten die Kinder Geschenke, die sie an diesen Tag erinnern sollen. Nachmittags oder abends findet meist noch eine Denkandacht in der Pfarre mit gemeinsamen Fototermin statt.

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